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Haarausfall: Das beim täglichen Kämmen Haare ausfallen ist normal

Haarausfall: Das beim täglichen Kämmen Haare ausfallen ist normal - © Studio Cl Art by photl.com

Jeder Mensch verliert am Tag zwischen 70 und 100 Haare. Dies ist ganz normal, da sich die Haare ebenso wie Haut, Blut und andere Körperzellen regelmäßig erneuern. In diesem Fall spricht man auch vom nicht-haarvermindernden Ausfall. Problematisch wird es, wenn die Haare ausfallen, ohne dass neue nachwachsen. Da kann auch der Friseur nicht viel machen. Sowohl die Ursachen als auch die Arten des Haarausfalls können sehr unterschiedlich sein. Am häufigsten ist Haarausfall in folgenden Ausprägungen:

Hormonell-erblicher Haarausfall (Alopecia androgenetica)

Als Auslöser dieser Form des Haarausfalls gilt das Steroidhormon Dihydrotestosterin (DHT), welches aus einer Umwandlung des Hormons Testosteron entsteht. Da dessen Konzentration bei Männern weitaus höher ist, sind sie auch vorwiegend von dieser Form des Haarausfalls betroffen. Manche Menschen reagieren auf DHT überempfindlich. Dies äußert sich dadurch, dass die Wachstumsphase des Haares gestört wird. Wenn zu viel DHT in der Kopfhaut vorhanden ist, kommt es bedingt dadurch zur Verkümmerung der Haarfollikel. Vorwiegend die vorderen Haarpartien im Bereich der Stirn reagieren überempfindlich auf DHT. Bei den Haaren am Hinterkopf und im Nacken besteht diese Überempfindlichkeit nicht. Dementsprechend sind diese Partien in der Regel nicht von dieser Form des Haarausfalls betroffen. Zur Bekämpfung dieses Haarausfalls gibt es Mittel, welche die Produktion von DHT hemmen und somit dafür sorgen, dass Haare erhalten bleiben, die sonst ausfallen würden.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areate)

Die zweithäufigste Form des Haarausfalls ist der sogenannte Kreisrunde Haarausfall. Bei dieser entzündlichen Erkrankung fallen den Betroffenen die Haare stellenweise aus, die Haarfollikel verkümmern jedoch nicht. Die Ursachen dieser Form des Haarausfalls sind nicht eindeutig identifiziert. Es wird vermutet, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, die dazu führt, dass sich das eigene Immunsystem gegen die Zellen in den Haarwurzeln richtet und die Haare daher abgestoßen werden. Oftmals wachsen die kahlen Stellen auch ohne Behandlung wieder zu und der Haarausfall ist temporär begrenzt.

Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa)

Bei dieser Form ist der gesamte Kopf von der gleichmäßigen Ausdünnung der Haare betroffen. Die Ursachen dieses Haarausfalls sind vielfältig. Neben Faktoren wie Stress, Fehlernährung oder Hormonumstellung, können auch Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen sowie die Einnahme bestimmter Medikamente zum Ausfall der Haare führen. Die Therapie dieser Form des Haarausfalls richtet sich nach der jeweiligen Ursache.

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