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Stylist

Ein Stylist muss auch schminken können © flaivoloka - stock xchng

In Deutschland sind die Bestimmungen für Friseure so streng wie in kaum einem anderen Land: Die Ausbildung ist genau geregelt und nur wer eine Prüfung vor der Handwerkskammer ablegt, darf sich Geselle bzw. Meister des Friseurhandwerks nennen. Die Gesellenprüfung befähigt dazu, den Beruf mit all seinen Facetten auszuüben – sprich Haare schneiden, färben, Haarverlängerungen oder -verdichtungen anbringen, Dauerwellen legen und natürlich stylen. Die Meisterprüfung hingegen berechtigt den Friseur dann zur Eröffnung eines eigenen Salons. Ein Stylist hingegen hat ein weniger vielfältiges Arbeitsfeld.

Stylist: Kurs statt Ausbildung

Die Berufsbezeichnung Friseur ist in Deutschland geschützt und darf nur von geprüften Personen geführt werden. Bezeichnungen wie Stylist, Haar-Stylist oder Visagist sind hingegen nicht geschützt und im Grunde kann sich jeder, der möchte, als Stylist ausgeben. Genau hier liegt das Problem: Stylisten sind nur dazu befähigt, die Haare zu stylen – sprich hochstecken, flechten, glätten, wellen, toupieren, usw. Anders als Friseure, deren Ausbildung drei Jahre dauert, erwerben Stylisten ihre Fertigkeiten in diversen Kursen oder Workshops, die etwa von Volkshochschulen oder (teilweise wenig seriösen) Visagistenakademien angeboten werden. Die Kurse dauern nur ein paar Stunden oder Tage. Als Zusatzkurse, zum Beispiel für ausbildete Kosmetiker, oder für interessierte Laien sind sie jedoch auf jeden Fall ausreichend.

Stylist: Behandlung mit bösem Ende?

Allerdings sollte Vorsicht geboten sein, wenn man für Tätigkeiten, die über das Stylen hinausgehen, einen Stylisten anstelle eines Friseurs beauftragt – beispielsweise um Kosten zu sparen: Denn nur Friseure sind aufgrund ihrer fundierten Ausbildung in der Lage, die Haare fachgerecht zu analysieren und auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn mit chemischen Produkten und/oder komplizierten Techniken gearbeitet wird, wie etwa bei Colorationen, Dauerwellen, Extensions und Haarverdichtungen. Denn wird mit den falschen Produkten oder Methoden gearbeitet, kann beim Kunden langfristiger Schaden entstehen. Die Folgen können von harmlosen Ausschlägen bis hin zum Haarausfall reichen. Wünscht man sich eine schöne Frisur für einen bestimmten Anlass, so kann man ohne schlechtes Gewissen einen Stylisten beschäftigen. Alles, was darüber hinausgeht sollte man hingegen in die professionellen Hände eines Friseurs legen.

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