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Bei einer Dauerwelle werden glatte Haare in einem chemischen Umformungsprozess dauerhaft gewellt oder gelockt. Diese Behandlung sollte man professionell bei einem Friseur vornehmen lassen, da das Haar vor einer Dauerwelle genau geprüft werden muss und dieses Wissen einer guten Ausbildung bedarf. So lässt sich dickes Haar leichter in eine Lockenpracht verwandeln als dünnes Haar. Außerdem stellt eine Dauerwelle auch immer eine Typveränderung dar.

Geschichte der Dauerwelle

Der deutsche Friseur Karl Nessler erfand bereits 1906 eine Methode zur Herstellung der Dauerwelle, bei der die Haare mit Spiralwicklern vertikal aufgedreht wurden. Josef Mayer führte 1924 die Flachwicklung ein und 1932 wurde schließlich von Clark und Speakman die chemisch erzeugte Dauerwelle entwickelt. 1947 kam dann die Kalt-Dauerwelle dazu. Nach einer kurzen Durststrecke in den 90er Jahren erfreut sich die Dauerwelle heute wieder wachsender Beliebtheit.
Dies liegt sicherlich auch an der Weiterentwicklung der Produkte, die die Wirkungsweise moderner Dauerwellen weitaus schonender gestalten und die Friseurschere nach dem Herauswachsen der Wellen nicht unbedingt zum Einsatz kommen muss.

Die bei der Dauerwelle stattfindenden chemischen Reaktionen

Durch eine Reduktion mit Thioglykolsäure werden die Cystinbindungen im Haarkeratin (verantwortlich für die Festigkeit der Haare) aufgebrochen. Mit Lockenwicklern kann das erweichte Haar dann in Form gelegt werden. Im Anschluss wird die Stabilität des Haares (im Speziellen die Disulfidbindungen) durch Oxidation mit Wasserstoffperoxid wieder hergestellt und das Haar bleibt nun in der durch die Lockenwickler erzeugten Form- der Dauerwelle.
Durch häufige Haarwäschen, Kämmen und Bürsten kann die Dauerwelle mitunter schnell ihre Form verlieren, da die Locken unter einer innerlichen Spannung stehen und ungelockt der Zustand der Haare stabiler ist. Das Ergebnis und die Haltbarkeit sind jedoch vor allem von der Haarstruktur, der Wickeltechnik, der Stärke der verwendeten Wickler, der Haarmenge pro Wickel und der Einwirkzeit abhängig.

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