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Der Bob

Der Bob © Clarissa Schwarz - pixelio.de

Mit Frisuren verhält es sich wie mit der Mode: Manche Trends kommen und gehen, andere halten sich dauerhaft. Der Bob beispielsweise ist so ein Klassiker – gewissermaßen das „Kleine Schwarze“ unter den Frisuren. Er ist unkompliziert zu stylen, aber dennoch chic und gilt nicht umsonst als die beliebteste unter den Frisuren.

Der Bob: Eine Erfolgsgeschichte

Bereits die alten Ägypter, die als die Erfinder des Bobs gelten, wussten seine Vorzüge zu schätzen. Er hielt sich über die Jahrhunderte und erlebte im Mittelalter in leicht veränderter Form eine neue Hochphase: Der Pagenkopf war geboren. Er erhielt seinen Namen von den jungen Edelknaben, den sogenannten Pagen, die an den europäischen Höfen beschäftigt waren.

Der wahre Boom brach aber erst in den 1920ern aus. Der Bob wurde zum Erkennungsmerkmal einer ganzer Generation moderner, emanzipierter Frauen – den sogenannten Flappers: Sie trugen kurze Röcke, hörten Jazz und tanzten Charleston; sie schminkten sich, rauchten und tranken – sprich sie taten all das, was von der konservativen Gesellschaft verpönt wurde. Die kurzen Haare galten als weiteres Abgrenzungsmerkmal, da es damals für Frauen üblich war, die Haare lang zu tragen. Mit dem Ende der Prohibition in den Vereinigten Staaten verlor auch der Bob an Popularität – wenn auch mit einigen Ausnahmen: Filmstars wie Marilyn Monroe oder Marlene Dietrich blieben ihm über Jahre hinweg treu und trugen ihn mal glatt, mal (dauer-)gewellt.

In den 1960ern wurde der Bob dann vom britischen Friseur Vidal Sassoon wiederentdeckt und erfreut sich bis heute größter Beliebtheit. Anna Wintour, Chefredakteurin der US-Vogue, war damals eine der ersten, die dem Trend folgten und ihm bis heute treu bleibt.

Der Bob im 21. Jahrhundert

Aktuell tragen Stars wie zum Beispiel Victoria Beckham, Rihanna, Katie Holmes, Heidi Klum, Katy Perry und Lady Gaga Bobs in unterschiedlichsten Formen und lösen damit regelmäßig regelrechte Hypes aus. Vor allem Victoria Beckham sorgte für Furore, als sie sich vor einigen Jahren von ihren langen Extensions trennte und seither Bobs in immer neuen Varianten trägt. Doch auch nicht-prominente Bürger liegen mit einem Bob stets auf der sicheren Seite: Die Frisur ist fürs Büro und den chicen Club gleichermaßen geeignet und wirkt eleganter als so manche Hochsteckfrisur. Außerdem ist der Bob sehr pflegeleicht und spart somit wertvolle Zeit am Morgen.

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